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Bücher, Bücherstapel, © Though Catalog on Unsplash
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Medientipps & Neuerwerbungen

Medientipps & Neuerwerbungen

Romane, Sachbücher, Klassiker, aktuelle Bestseller und nicht zu vergessen eine große Auswahl an Hörbücher, Filmen und Serien. Bei uns finden Sie bestimmt das Richtige. Außerdem können Sie aus über 100 Zeitungen und Magazinen wählen. Um die Auswahl zu erleichtern, haben wir an dieser Stelle ein paar Tipps zusammengestellt, die monatliche aktualisiert werden.

  • Buchtipps

    Amir Hassan Cheheltan: Der Zirkel der Literaturliebhaber

    C.H. Beck 2020

    Dies ist kein Roman, eher ein leidenschaftliches Zeugnis für die Liebe zur Literatur. Cheheltan nahm schon als Jugendlicher am Literaturzirkel seines Vaters teil. Mitten in Teheran versammelte dieser 32 Jahre lang 8 Literaturbegeisterte zum wöchentlichen Diskussionsabend.

    Das Buch erhält seine Spannung durch einen extremen Kontrast. Die Unterdrückungsmaßnahmen des Regimes – sei es unter dem Schah oder unter den islamischen Religionsführern - stehen Cheheltans schwärmerischer Hingabe an die klassische persische Literatur gegenüber. Hier findet er – auch sexuelle - Freizügigkeit und Realismus statt Ideologie und Heuchelei. Doch auf die Dauer bricht sogar in diese heile Parallelwelt die Brutalität ein.

    Ein erstaunlicher Einblick darin, wie die Literatur eines jahrtausendealten Kulturvolkes in homoerotischen Fantasien schwelgt. Wir nehmen betroffen an der überlebensnotwendigen Abwehrstrategie eines Literaten unter schwierigsten Bedingungen teil.

    Ein zugleich irritierendes und mitreißendes Buch.

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    Marco Balzano: Ich bleibe hier

    Diogenes 2020

    Wer den aus dem Reschensee herausragenden Kirchturm kennt, möchte gerne die Geschichte dahinter kennenlernen. Marco Balzano hat eine ergreifende Handlung mit historischer Faktentreue verbunden.

    Trina ist eine junge Deutschlehrerin aus Graun/Südtirol, eher menschenscheu und „eigensinnig“. In den dreißiger Jahren ballen sich dunkle Wolken am politischen Himmel zusammen. Die aufkommenden Faschisten unter Mussolini setzen alles daran, Südtirol das Deutsche auszutreiben. Die „große Option“ Hitlers stellt die Südtiroler vor die Wahl: entweder Verlust der Heimat durch Auswanderung oder Verlust der Sprache durch Italianisierung. Der Nationalsozialismus fasziniert immer mehr junge Männer.

    Trinas Leben, aufgerieben zwischen landwirtschaftlicher Arbeit, Kinderfürsorge und politischer Unterdrückung, ist kein leichtes. Wie ein Damoklesschwert hängt der Bau des größten Staudamms Europas über dem Dorf. Dennoch finden ihr Mann Erich und sie einen Weg zusammenzuhalten und den immer schlimmer werdenden Zumutungen zu trotzen.

    Ein tief beeindruckendes Lebenspanorama inmitten der für Südtirol schlimmsten Jahrzehnte. Literarisch feinfühlig und charakterstark erzählt. Für alle!

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    Hubert Achleitner: flüchtig

    Zsolnay 2020

    Hubert von Goisern hat seinen ersten Roman geschrieben und mit Hilfe von Wolfgang Köhlmeier sofort den richtigen Verlag gefunden. Seine musikalischen Fähigkeiten kommen auch in diesem Buch, das vollständig ohne Bösewichte auskommt, zum Tragen. Ein Gefühl für Sprachmelodien und überaus treffende und kreative Vergleiche machen das Lesen zum Genuss. Sanft und menschenfreundlich wird das seit 30 Jahren verheiratete Paar Maria und Herwig durch Aufbrüche und Abenteuer, Seiten- und Abwege, Glücksmomente und Leidensstrecken geführt. Ab und an spürt man den Autor durch seine Figuren durchschimmern.

    Ein emotionales Buch, das mit Marias Weg zum Heiligen Berg Athos in Griechenland eine Reise ins Spirituelle verknüpft. Aufgrund der sprachlichen Kreativität und der trotz aller beschriebenen Krisen positiven Grundstimmung ein Lesevergnügen!

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    Ayelet Gundar-Goshen: Löwen wecken

    Kein & Aber 2016

    Ein Buch, das auf 14 Auflagen zurückschauen kann, und aktueller nicht sein könnte. Ein israelischer Neurochirurg überfährt einen illegalen Einwanderer. Der Eritreer liegt im Sterben. Wenn er den Unfall meldet, wird sein eigenes Leben auf den Kopf gestellt, dem Mann aber trotzdem nicht geholfen. Also fährt er weiter.

    Dumm nur, dass die Frau des Toten am nächsten Tag Bedingungen stellt für ihr Schweigen. Bedingungen, die sein altes Leben aus den Angeln heben. Ungewollt vermischt sich sein Schicksal mit den sonst unsichtbaren Schatten der illegalen Existenzen.

    Ein begeisterndes Buch, weil die Autorin vor nichts Angst hat. Keine Angst vor den Untiefen der menschlichen Feigheit, keine Scheu vor archaischen körperlichen Regungen, keine Illusionen über die Kluft zwischen Mensch und Mensch. Unweigerlich fragen wir uns selbst, wie wir handeln würden von Wendung zu Wendung – und davon gibt es viele! Ein Buch zur Selbsterkundung an der Hand einer unerschrockenen Autorin – grandios!

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    Xaver Bayer: Geschichten mit Marianne

    Jung und Jung 2020

    Eine Sammlung von 20 Geschichten, die es in sich haben!Es läuft immer nach dem gleichen Muster ab. Der Ich-Erzähler verwickelt sich bei harmlosen Spielchen oder geplanten kleinen Abenteuern in haarsträubende Horrortrips. Gleichmütig stellt er sich den irrwitzigen Herausforderungen seiner kafkaesken Erlebnisse. Einzige Gefährtin oder auch Initiatorin oder Begleiterin ist Marianne. Sie stellt hinter den Kulissen die Weichen oder stiftet zum Aufbruch an, immer aber ist sie gesichtslos und ziemlich dominant.

    Vorsicht: Das Abirren in alptraumhafte Szenen hat mich geradezu süchtig gemacht. Beim „Zirkus des Grauens“ z.B. kämpfte mein Sinn fürs Makabre mit der Lust am Gelächter (das mir zugleich im Halse stecken blieb). Für LiebhaberInnen skurriler Erfahrungen und zwiespältiger Gefühlszustände.

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    Milena Michiko Flašar: Ich nannte ihn Krawatte

    Wagenbach 2012

    Ein kleines feines, nicht allzu neues, aber zeitloses literarisches Kleinod. Der Erzähler ist ein Hikikomori. Das sind in Japan junge Menschen, die sich zum Teil jahrelang in ihrem Zimmer einschließen und sich weigern, am Leben teilzunehmen.

    Er wagt sich schließlich auf eine Parkbank. Ihm gegenüber setzt sich ein Geschäftsmann, der offenbar vorgibt, weiterhin seinen Arbeitsplatz zu besuchen, die Zeit aber nur im Park verbringt. ‚Eine zarte Beziehung bahnt sich an. Und schließlich teilen die beiden ihre Erinnerungen, wagen sich aus der Deckung und bahnen sich so den Weg zur Heilung.

    In den beiden Außenseitern spiegelt sich eine gnadenlos konformistische Gesellschaft. Zum Erfolg verurteilt entfremden sie sich selbst. Mit leichter, fast zärtlicher Hand beschreibt die Autorin eine Selbstfindung. Der Stil ist klar, einfach und unprätentiös.

    “Es ist nicht leicht, einen Hikikomori in der Familie zu haben. Gerade am Anfang nicht. Man weiß: da ist die Schwelle, dahinter sein Zimmer, darin hat er sich totgestellt. Er lebt noch, man hört ihn manchmal, viel zu selten, auf und nieder gehen. Man stellt ihm sein Essen vor die Tür und sieht, wie es verschwindet. Man wartet. Man wartet umsonst.“

    Für alle, die auch unspektakuläre, stille Geschichten schätzen, in denen sich innere Entwicklungen vollziehen.

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    Jan-Philipp Sendker: Das Flüstern der Schatten

    Heyne 2016

    Paul Leibovitz, seit 25 Jahren in Hongkong ansässig, verliert seinen kleinen Sohn an den Krebs. In der Folge scheitert seine Ehe und er selbst zieht sich auf eine kaum bewohnte Insel vor Hongkong zurück. Sein Leben widmet er der Erinnerung an seinen Sohn.

    Da wird sein Einsiedlertum jäh durch den Hilferuf eines amerikanischen Ehepaars gestört: ihr erwachsener Sohn ist auf einer Geschäftsreise in Shenzen verschollen. Fast wider Willen macht sich Paul zusammen mit seinem Freund und Kriminalkommissar David auf die Suche nach Indizien.

    Jan-Philipp Sendker wird als der unbekannteste Bestseller-Autor Deutschlands bezeichnet. Seine Romane sind eine gelungene Mischung. Auf eine warmherzige, tief empfundene Art fühlen wir uns in das Schicksal Pauls ein. Zugleich sorgt die Krimihandlung für Spannung. Und daneben erfahren wir eine tiefgreifende Gesellschaftsdiagnose Chinas. Über allem aber schwebt ein Plädoyer für Vertrauen: „Als wäre Vertrauen etwas für Dumme. Als hätten wir eine Wahl.“

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    Leif Randt: Allegro Pastell

    Kiepenheuer & Witsch 2020

    Tanja und Jerome sind ein Paar. Ein Paar der 90er Jahre des 21. Jahrhunderts. Konstant hinterfragen sie ihre Beziehung und ihren Auftritt. Erfüllen sie auch keine peinlichen Klischees? Wahren sie die Balance zwischen Ich und Du? Passt das Equipment zum jeweiligen Anlass? Ist die Voicemail cool genug? Ist die Droge zur Clubnacht auch wohldosiert?

    Bei aller Selbstbeobachtung gibt es momentan nichts, was ihre Harmonie stört. Da zieht sich Tanja plötzlich zurück. Es gibt noch mehr potentielle Lebensentwürfe, die der Verwirklichung harren. Eine Sozialstudie mit einer Sprache wie ein wohltemperiertes Klavier. Die Auffassung von Liebe in Goethes Werther und Randts Allegro sind maximal weit auseinander, aber was sie eint: Sie fangen den Zeitgeist wie in einem Brennglas ein. Deshalb unbedingte Empfehlung für alle, die am Puls der Zeit bleiben wollen.

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    Madeline Miller: Ich bin Circe

    Eisele 2019

    Circe – ist das nicht die Zauberin, die Odysseus und seine Schiffsmannschaft jahrelang auf ihrer Insel festhielt?
    Genau! Madeline Miller lässt die Welt der griechischen Sagen vorlagegetreu wieder auferstehen. Aber ist diese Frau in der Odyssee nur ein paar lapidare Worte wert, gewinnt Circe hier Profil und Charakter.

    Aufgewachsen im Schlangennest der olympischen Götter und Titanen, muss sie lernen, mit ihren Gefühlen und auch mit ihrer Macht umzugehen. Aus einer mit Füßen getretenen Nymphe entwickelt sich eine machtvolle Hexe. Feministisch, aber nicht angestrengt; magisch, aber nicht esoterisch zieht dieses Buch die LeserInnen in den Bann. Unterhaltung mit Tiefe und Biss!

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    Melitta Breznik: Mutter. Chronik eines Abschieds

    Luchterhand 2020

    Mütter – sterben. Das ist unbegreiflich und unannehmbar. Melitta Breznik, Psychiatrische Ärztin, begleitet ihre über 90-jährige Mutter in den Monaten des körperlichen Verfalls bis zu ihren letzten Atemzügen. In der Form eines Tagebuchs beschreibt sie die täglichen Verrichtungen, wacht über den Schlaf ihrer Mutter und stellt sich ihren Gefühlen des Verlassenseins und des Verlusts.

    Ein Buch, das niemanden, der seine Mutter liebt, kalt lassen wird. Ein Buch, das betroffen und traurig macht, und zugleich an die Grundmauern des Lebens rührt. Ein Buch, das sich dem Leid stellt und so auch Mut macht und tröstet.

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    Birgit Birnbacher: Ich an meiner Seite

    Zsolnay 2020

    Der entlassene Gefängnisinsasse ‚Arthur will wieder ins Arbeitsleben zurück – mit Hilfe eines Therapieprogramms der Universität. Trotz Turnübungen, täglicher Feedbackrunde und Unmengen von Bewerbungen hofft er vergebens.
    Aber wie ist dieser stille und intelligente Mann überhaupt in diese missliche Lage geraten?

    Die Bachmann-Preisträgerin 2019 Birgit Birnbacher erhebt mit diesem fein gezeichneten Charakter Arthur wiederum ihre eigenwillige Stimme. Lapidar, realistisch und zugleich von einer heiteren Leichtigkeit. Fasziniert folgt man der illusionslosen Schilderung der (wortwörtlich) Verrenkungen, die ein ehemaliger Straffälliger machen muss, um eine Chance zu bekommen. Ein Fenster in eine fremde Lebensrealität. Und ein Ausflug in neue Sprachwelten. Lohnend!

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    Eva Menasse: Tiere für Fortgeschrittene

    Kiepenheuer & Witsch 2017

    Wer sich einmal wieder an einem scharfen Intellekt, einer hochsensiblen Beobachtungsgabe und einer blitzgescheiten Gesellschaftsanalyse erfreuen will, sollte Eva Menasse lesen. Sie hat 2017 den Österreichischen Buchpreis für dieses Buch bekommen, meiner Ansicht nach hochverdient.

    In 8 Erzählungen, angeführt von kuriosen Meldungen über Tiere, lotet die Autorin menschliches Verhalten aus. Die eifersüchtige Ehefrau Tom, die mit ihrer Familie Pauschalurlaub in der Türkei macht. Der begabte Literat, der in einer Künstlerkolonie zusammen mit anderen vielversprechenden Intellektuellen einen Kreativaufenthalt verbringen darf. Die Exzentrikerin Micol, die sich beim Igelretten in einen Mann verliebt. Eine menschliche Ethnographie bis in die feinsten Verästelungen unserer Spezies.

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    Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder

    S. Fischer 2020

    Der leidenschaftliche Antiquar Norbert Paulini im Dresden der DDR hat seine Berufung gefunden. Seine Kenntnisse sind legendär. Wie ein Priester huldigt er der hohen Literatur. Um ihn schart sich ein hingebungsvolles Publikum. Doch unmerklich gerät seine Welt aus den Fugen. Die Weltgeschichte in Form der Wende bricht herein und demontiert die Basis seiner Existenz.

    Im zweiten Teil des Romans bringt sich ein gewisser Autor Schultze, der selbst aus Dresden stammt, ins Spiel. Er ist in sich zerrissen. Hat er als ein im Westen erfolgreicher Autor im Gegensatz zu Paulini seine Herkunft verraten? Oder ist Paulini ein verbohrter Wirrkopf? Es gibt eine Frau, die beide verbindet. Und dann geschieht ein doppeltes Unglück. Wer ist daran schuld?
    Ingo Schulze schreibt einen fließenden, melodiösen Stil, der von Anfang an bezaubert.

    Im ersten Teil des Buches baut er ein Buchidyll auf, das wie ein abgeschlossenes Biotop nur in der DDR existieren konnte. Die Zerrissenheit der Bundesrepublik nach 1989 wird im zweiten Teil in den quälenden Identitätsfragen der Autorenfigur Schultze widergespiegelt. Ein hochaktuelles, hinreißendes und nachdenkenswertes Buch.

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    Michael Stavarič: Fremdes Licht

    Luchterhand 2020

    Die Erde ist von einem Kometen in ein brennendes Inferno verwandelt worden.
    Elaine ist die einzige Überlebende einer Raketenbesatzung, die überhastet in den Weltraum geflohen ist. Auf dem eisigen Planeten, auf dem sie sich wiederfindet, versucht die Gentechnikerin, ihrem ursprünglichen Auftrag nachzukommen: irdisches Leben wiedererstehen zu lassen. Dabei gleiten ihre Gedanken in die Vergangenheit. Ihr Inuit-Großvater hat ihr die Überlebenspraktiken der Grönlandbewohner eingeprägt.

    Dieses Buch ist eine Expedition: man begegnet bisher unvorstellbaren Welten. Man erkundet den Rand seiner Vorstellungskraft und taucht ein in ungeahnte Gedankenlandschaften. Kunstvoll komponierte, auf kalte Art faszinierende und ruhig dahingleitende Mischung aus Science Fiction, Abenteuerbuch und Erkunden der menschlichen Psyche in Extremsituationen.

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    Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Chroniken. Band 1-4

    Ullstein. Sonderausgabe 2020 nach der Original-Ausgabe 2009-2018

    Es klingelt an der Tür. Marc-Uwe Kling öffnet. Ein Känguru bittet um Eier für ein Omelett. Es klingelt wieder. Das Salz, das Mehl und die Butter fehlen noch. Und es dauert nicht lange, da ist das Känguru bei ihm eingezogen. Das Känguru ist Kommunist. Aber auch hinterlistig, frech, unverschämt, geizig und faul. Aber wenigstens ist es gesprächig. Nur - worüber das Streitgespräch auch geht, es gewinnt (fast) immer. Ob da nicht das Alter Ego des Autors dahintersteckt?

    Vorsicht, Rundum-Satire, die vor nichts Halt macht! Ich habe etwas gebraucht, um mich an die Episodenform und den besonderen Humor zu gewöhnen. Dann aber hat es gezündet! Gerade in Zeiten wie diesen ist intelligenter Witz ein echtes Geschenk.

    Kult, der zuerst als Podcast veröffentlicht wurde, inzwischen aber auch als Hörbuch, Theaterstück, Buch und Film zu genießen ist.

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    Liz Moore: Long Bright River

    Die Polizistin Mickey in Philadelphia weist einen neuen Kollegen im Streifendienst ein. Sie treffen auf einem verwahrlosten Grünstreifen auf eine Leiche, weiblich, jung, wahrscheinlich Prostituierte und Drogenopfer, ein trauriger Teil von Mickeys beruflichem Alltag. Bei näherem Hinsehen allerdings kommen an der Todesursache Zweifel auf. Zweifel, die sich zur bohrenden Angst entwickeln, denn der ersten Leiche folgen weitere. Und Mickeys jüngere Schwester Kacey ist auch eine von denen, die an der Nadel hängt und dafür anschaffen geht. Und seit Tagen wie vom Erdboden verschluckt.

    Hier treffen wir nicht auf einen schnell vergessenen Krimi, sondern auf echte Literatur. Das Leben in einer amerikanischen Großstadt blättert sich auf. Frauen kämpfen sich ausgelaugt durch ihren Alltag, Kinder werden vernachlässigt, Menschen rutschen ab in Drogen und Kriminalität. Hier wird keiner vom Leben geschont. Moores verwebt auf großartige Weise das „damals“ und „jetzt“ im Leben von Mickey und Kacey in abwechselnden Kapiteln miteinander. Eine große Menschenfreundlichkeit mit leiser Melancholie schwebt über allem. Herzerwärmende Literatur, die lange nachklingt.

    In der New York Times als Group Text ausgewählt, also als Buch, das sich besonders eignet, gemeinsam mit Freunden zu lesen und darüber zu sprechen.

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    Dominik Barta: Vom Land

    Theresa, Bäuerin um die Sechzig auf einem Hof in Oberösterreich, muss sich ständig erbrechen. Alle Fürsorge ihres Mannes hilft nichts. Ihre Familie reist an, mit allen Konflikten, die darin schwelen. Das Enkelkind Daniel nutzt die fehlende Kontrolle. Er streunt im Wald umher mit seinem neuen Freund aus dem Flüchtlingsheim. Zu zweit lässt sich besser Rache üben an allen, die ihnen querkommen.

    Ein beeindruckender Debütroman, der große Stärken hat. Ein Landleben, aber ohne falsche Verklärung. Mit Flüchtlingsheimen, Ehebruch, Hass, Weltnachrichten und Selbstausbeutung. Klarsichtig legt Barta den Finger auf die Wunde. Und Hoffnung kommt von unvermuteter Seite.

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    Tom Kummer: Von schlechten Eltern

    Tropen 2020

    „Nina & Tom“ (der Titel des Vorgängerbuches) ist Vergangenheit. Toms Frau ist in Los Angeles an Krebs gestorben.
    Jetzt arbeitet Tom in Bern nachts als VIP-Fahrer für afrikanische Führungskräfte. So kann er seinen 12-jährigen Sohn Vincent tagsüber begleiten. Die Fahrten quer durch die nächtliche Schweiz konfrontieren uns mit der Nachtseite der menschlichen Existenz. Alptraumhaft tauchen Verletzte, Tote am Straßenrand auf. Ist das Wirklichkeit oder lässt Toms Trauer diese Bilder vor ihm aufsteigen?

    Literarisch meisterhaft und packend lässt uns Tom Kummer Verzweiflung und Vaterliebe, Nacht- und Tagwelten nachempfinden. Wir reisen mit ihm durch kilometerlange Tunnels und stellen uns Schweizer Behörden, die Anzeigen zu Kindesvernachlässigung nachgehen. Ein großartiger Führer durch Grenzbereiche des menschlichen Erlebens, dicht, düster und schließlich auch hoffnungsvoll.

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    Laetitia Colombani: Das Haus der Frauen

    Solène, erfolgreiche Pariser Anwältin, fällt ins Burnout. Privat und beruflich, alles scheint still zu stehen. In ihrer Verzweiflung wagt sie einen neuen Schritt. Sie nimmt eine Stelle als „Öffentliche Schreiberin“ an, die in einem Wohnheim für Frauen ihre Dienste anbietet. Dass die Frauen sie ignorieren, darauf war sie nicht vorbereitet.

    Ein leichtgewichtiges, aber warmherziges Buch, das sich Zeit nimmt, eine innere Wandlung zu beschreiben. Hier prallen der Kosmos der Reichen und der Armen aufeinander. Solène lernt zu verstehen und über Brücken zu gehen. Und schließlich genügt es ihr nicht mehr, selbst wieder Boden unter den Füßen gefunden zu haben.

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    Daniel Wisser: Königin der Berge

    Jung und Jung 2018

    Robert Turin hat MS und lebt mit Mitte Vierzig in einem Pflegeheim. Sein Interesse, sein Mitgefühl und seine Strategien richten sich ganz auf das Heimpersonal. Er hat nämlich ein Ziel: er will in einer Schweizer Einrichtung wie Exit sein Leben selbstbestimmt beenden.

    Dieses Buch hat ein buchstäblich todernstes Thema. Daniel Wisser schafft es trotzdem, das Lesen zum reinen Vergnügen zu machen. Der Mikrokosmos des Pflegeheims verbirgt nämlich Schlupflöcher und versteckte Freiheiten. Herr Turin nutzt sie weidlich aus. Und sei es der exzessive Gebrauch von Veltliner. Der Humor bleibt aber in der Schwebe und verschweigt düstere Nachtstunden nicht. Wie auch den zunehmenden Verfall von Herrn Turins Körper. Es wird Zeit, dass er einen Ausweg findet.
    Herzzerreißend komisch!

    Der Österreichische Buchpreisträger kommt am 1.10.20 persönlich zu uns!

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    Jami Attenberg: Nicht mein Ding

    Schöffling 2020

    Andrea ist Single-Frau in New York. Das heißt heiße Dates. Wochenenden im Bett. Und exzessiver Gebrauch von bewusstseinssteigernden Mitteln, wann immer einem danach ist. Und es heißt: sich rechtfertigen müssen. Freundinnen für immer an die Mütterwelt verlieren. Und die Flüchtigkeit von Liebe und Erotik kosten. Andrea ist nur bei einem sicher: was sie nicht will. Und so schmeißt sie ihr Kunststudium und lässt sich treiben. Und doch gibt es da ihren Bruder und seine Frau, die ein todgeweihtes Kind pflegen. Aber die haben ja die Stadt aus eigenem Wunsch verlassen.

    Dies ist keine glatte, bequeme Heldin, mit der man sich sofort identifiziert. Aber sie lebt das Leben, das sie sich selbst wählt. Es ist ein widerständiges, sprunghaftes, aber gewiss nicht langweiliges Leben. Beziehungen flammen auf und scheitern wieder. Ein faszinierendes, irritierendes und charmantes Buch!

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    Abbas Khider: Palast der Miserablen

    Hanser 2020

    Ein arabischer Autor und im Titel das Wort Palast. Da denken wir gleich an 1001 Nacht. Das zweite Wort des Titels ist allerdings das Wichtigere.

    Shams wächst im Schrottviertel Bagdads auf. Mit Häusern aus Müll und Zeiten, in denen dem Brot die Soße fehlt. Kriege mit dem Iran, Kuweit und den USA gehen fast nahtlos ineinander über. Doch alles, was die Miserablen daran interessiert, ist, dass die schlimmen Zustände nicht noch schlimmer werden. Denn schon jetzt ist das Leben kaum erträglich. Doch Shams ist ein findiger Junge. Wie kommt es, dass er schließlich im Kerker landet?

    Eine nüchtern erzählte, sehr authentisch wirkende Geschichte über das Leben im Irak unter Saddam Hussein. Ein wichtiges Buch, das aus Flüchtlingen Menschen macht.

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    David Fuchs: Leichte Böden

    Haymon 2020

    Ein paar Jahre können viel verändern. Das muss Daniel feststellen, der bei seiner Großtante Klara auf dem Land eigentlich nur kurz sein Auto abholen wollte. Inzwischen kümmert sich Klara um zwei pflegebedürftige Männer, der eine dement, der andere schwerbehindert. Daniel ist natürlich bereit zu unterstützen. Und er hätte da noch einige Ideen, was man ändern müsste.

    Ein schmuckloses, aber klarsichtiges Buch über Autonomie im und Respekt vor dem Alter. Von Heldinnen und Helden des Alltags ist momentan viel die Rede. Hier finden wir eine. Was ich nicht von jedem Buch behaupten kann: Es hat mich zum Nachdenken gebracht.

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    Valerie Fritsch: Herzklappen von Johnson & Johnson

    Suhrkamp 2020

    Alma ist ein besonderes Kind. Sie nimmt die feinsten atmosphärischen Schwingungen wahr. Traumsicher entlarvt sie die Künstlichkeit ihres Zuhauses, hinter dem das Schweigen lauert. Als Erwachsene bekommt sie einen Sohn Emil, der keinerlei körperlichen Schmerz empfinden kann. Sie und ihr Mann versuchen auf jede Art, das Kind zu schützen, aber auch die anderen vor ihrem Kind. Denn Emil weiß nicht, was weh tun heißt.

    Valerie Frisch hat eine staunenswerte Fähigkeit, in Worte zu fassen, was ich bisher für unsagbar hielt. Sie beschreibt zum Beispiel die Traumatisierung ihres Großvaters im Krieg. Noch nie habe ich eine so tief empfundene, erhellende und eindringliche Auseinandersetzung mit diesem schmerzvollen Thema gelesen. Großartige Literatur für Menschen, die erleben wollen, wie das Innere eines Menschen in Worte verwandelt wird.

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    Peter Middendorp: Du gehörst mir

    Oktaven 2019

    In einem holländischen Dorf geschieht ein grausiges Verbrechen. Ein 16-jähriges Mädchen wird vergewaltigt und anschließend getötet. Dreizehn Jahre später wird der Täter gefunden: Der Bauer Tille, Vater einer Tochter, die nunmehr im gleichen Alter wie sein ehemaliges Opfer angelangt ist. Dreizehn Jahre lang verbirgt der Bauer sein Geheimnis, lässt Gerüchte um zwei Asylbewerber sprießen und begleitet liebevoll die Frauwerdung seiner Tochter.

    Das Buch ist komplett aus der Perspektive des Bauern geschrieben. Und dieses Wagnis gelingt. Lesend folgt man den nachdenklichen Gedankengängen über die Landwirtschaft, das Dorf, über seine Ehe, seine Vaterschaft. Das Verbrechen erscheint so, als ob in einem gelingenden Leben für einen kurzen Moment „die Natur die Führung übernommen hätte“. Als Leser lässt man sich ein und fürchtet sich zugleich davor. Ein Buch, über das man nachher diskutieren sollte.

    Ein großartiges, kunstvolles und hochaktuelles Buch, das die Rechtfertigungsmechanismen für männliche Gewalt unter die Lupe nimmt.

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  • Hörbuchtipps

    Das Grab im Moor

    Eine Schatzkarte ihres verstorbenen Großvaters führt eine junge Amerikanerin in die schottischen Highlands zu einem abgelegenen Ort mitten im Moor: Dort stößt sie auf ein vergrabenes, erstaunlich gut erhaltenes Motorrad, Baujahr 1944 – und auf eine männliche Leiche deutlich jüngeren Datums. DCI Karen Pirie, spezialisiert auf Cold Cases, ist eigentlich wegen eines anderen Falles in der Gegend, doch der Tote im Moor lässt ihr keine Ruhe.

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    Das lügenhafte Leben der Erwachsenen

    Neapel in den Neunzigerjahren: Die dreizehnjährige Giovanna ist Vorzeigetochter kultivierter Mittelschichtseltern und eine strebsame Schülerin. Doch plötzlich verändert sich alles, ihr Körper, ihre Stimmung, ihre schulische Leistung und ihr Verhältnis zu den Eltern. Zufällig stößt Giovanna auf ein großes Tabu: die Vergangenheit ihres Vaters, der aus einem ganz anderen Neapel stammt, einem leidenschaftlichen, vulgären Neapel.

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    Robinsons Tochter

    England 1904 – Polly, mit sechs Jahren schon eine Pflegefamilien-Veteranin, kommt zu ihren frommen Tanten in das gelbe Haus am Meer. Hier gibt es kaum Unterhaltung, aber es gibt Bücher, und lesend entwickelt sich Polly unbemerkt zu einer stillen, unbeugsamen Rebellin. Ein Buch liest sie immer wieder: »Robinson Crusoe« wird zu ihrem Kompass in jeder Lebenslage. Ihre eigene einsame Insel verlässt Polly Flint nie ganz.

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    Martin Walker:  Connaisseur. 12. Fall für Bruno, Chef de police

    Eine amerikanische Studentin, die zzt. im ehemaligen Château von Josephine Baker die Gemäldesammlung inspiziert, stürzt in einem 30 m tiefen Brunnen zu Tode. Bruno bezweifelt, dass es ein Unfall war und findet bald eine Spur, die in die Vergangenheit weist... Hat es mit Kunstfälschungen zu tun, denen Claudia auf der Spur war? ... Für die wahren Hintergründe muss Bruno tief in die französische Geschichte eintauchen: Es geht um ... Résistance, Vichy-Régime und Algerienkrieg

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    Andreas Winkelmann: Der Fahrer

    Du hattest einen höllischen Tag und einen Gin Tonic zu viel. Das Auto kannst du nicht mehr nehmen. Zum Glück gibt es MyDriver, die App, mit der man jederzeit ein Auto samt Fahrer bestellen kann. Aber du kommst nie zu Hause an… Überall in der Stadt verschwinden junge Frauen. Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft - obwohl beide mit privaten Herausforderungen kämpfen. Dann verschwindet eine Fahrerin von MyDriver - auf dem Wagen steht in Leuchtschrift: #findemich .

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    Olga Tokarczuk: Gesang der Flusskrebse 

    Eine etwas verschrobene ältere Frau mit einem Faible für den Sternenhimmel und die Tiere, die sie umgeben, entwickelt kuriose Theorien über an Tieren vergangene Verbrechen und begibt sich dadurch in Gefahr. Das Buch ist ein Plädoyer für den sorgsamen Umgang mit der Natur. Die polnische Autorin hat mit diesem humanen Buch - einem Plädoyer für den sorgsamen Umgang mit der Natur - ... durchaus den Zeitgeist getroffen. Nachdem die Autorin 2019 den Literaturnobelpreis erhalten hat, erscheint erstmals ein Roman von ihr als Hörbuch

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  • Filmtipps

    Little Joe – Glück ist ein Geschäft

    Die alleinerziehende Mutter und Wissenschaftlerin Alice hat sich voll und ganz ihrem Beruf verschrieben. Als Biologin hat sie etwas Denkwürdiges erschaffen: Eine purpurrote Blume, die eine ganz einzigartige Wirkung hat – bei idealer Raumtemperatur und ausreichender Zuwendung macht ihr Duft die Menschen glücklich! Heimlich nimmt Alice eine der Pflanzen für ihren 13-jährigen Sohn Joe mit nach Hause, sie nennen sie „Little Joe“. Doch je weiter die geheimnisvolle Blume wächst, desto mehr verändern sich die Menschen in Alices Umfeld. Ihr Verdacht wächst, dass ihre Schöpfung womöglich nicht so harmlos und glückverheißend ist, wie es ursprünglich geplant war …

    Regie: Jessica Hausner, A/D/UK 2019, Science-Fiction/Drama, 102 Minuten

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    Der Überfall – Es geht um mehr als Geld

    Für die alleinerziehende Mutter Raquel (Emma Suárez) steht alles auf dem Spiel. Will sie ihre Tochter wiedersehen, muss sie innerhalb von 24 Stunden die irrwitzige Summe von 35.000 Euro auftreiben, um einen korrupten Beamten zu schmieren. Verzweifelt klappert sie eine Bank nach der anderen ab, bevor sie schließlich endlich Gehör findet. Doch gerade als die letzten Details für den Kredit geklärt werden, wird die Bank überfallen und alle Anwesenden als Geiseln genommen. Doch die Bankräuber haben nicht mit Raquel gerechnet, die nun zu allem bereit ist!

    Regie: Koldo Serra, Spanien 2019, Thriller/Krimi, 101 Minuten

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    The Peanut Butter Falcon

    Der 22-jährige Zak (Zack Gottsagen) will raus! Raus aus dem Altenheim, in das er wegen seines Down-Syndroms gesteckt wurde. Aber seine Betreuerin Eleanor (Dakota Johnson) weiß die Fluchtpläne ihres Schützlings immer wieder zu durchkreuzen. Angetrieben von seinem großen Traum, Profi-Wrestler zu werden, gelingt Zak eines Nachts doch noch der Ausbruch. Nur mit einer Unterhose bekleidet, stürzt er sich ins größte Abenteuer seines Lebens. Dabei trifft Zack auf den zwielichtigen Tyler (Shia LaBoeuf), der selbst auf der Flucht vor rachsüchtigen Fischern ist und eigentlich keine Klette am Bein gebrauchen kann. Doch schon bald werden aus den beiden ungleichen Männern echte Freunde, die ihre Reise gemeinsam auf einem selbstgebauten Floss fortsetzen wollen. 

    Regie: Tyler Nilson / Michael Schwartz, USA 2019, Abenteuer/Komödie, 94 Minuten

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    Little Women

    Vier junge Frauen im Amerika Mitte des 19. Jahrhunderts, die ihr Leben selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen und dabei teils große gesellschaftliche Hindernisse überwinden: LITTLE WOMEN folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der March-Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlen) zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für Frauen begrenzt waren. Erzählt aus der Perspektive von Jo March, dem Alter Ego von Autorin Louisa May Alcott, und sowohl basierend auf dem Roman wie auch auf den persönlichen Schriften Alcotts.

    Regie: Greta Gerwig, USA 2019, Drama, 129 Minuten

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  • Neuerwerbungen
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